Saarcamp – zum ersten Mal Barcamp
By Clemens Weins
Den schönen Spruch gibt es nicht umsonst: “Es gibt immer ein erstes Mal”. So auch dieses mal. Mein erstes Barcamp und zum ersten mal eines mitorganisiert. Mir hat es gefallen!
Ich mag keine Redundanz, daher werde ich nicht über das Saarcamp selber schreiben (könnt ihr hier nachlesen). Nein, eher über das Barcamp an sich, denn, obwohl dieses Veranstaltungsformat jedem Barcampgänger und jedem Wikipediaeintragleser unreflektiert klar sein sollte, gibt es hier mehr Diskussionspotenzial als man denkt.
Barcamp – eine offene Tagung
Offen, diesen Begriff darf man einfach nicht zu ernst nehmen, denn man will es nicht glauben, hinter diesem Begriff verbergen sich so viele “Regeln” wie bei einer klassischen Konferenz. Offen ist organisatorisch garnichts, das einzige was offen ist und als eine Art Überraschung wirkt sind die Vorträge. Aus organisatorischer Sicht jedoch sollte man folgende zwei Knackpunkte (gibt noch mehr, sind aber die wichtigsten) wirklich beachten, um ein duftes Barcamp zu sein.
Werbung – “Drucke keine Plakate”?
Wir haben Plakate gedruckt und wurden dafür belächelt. Es scheint so zu sein, dass die Leute beim Barcamp Besuch der etwas netzunaffineren Gruppe als Zuhörer vor Ort eher als störend bezeichnen. Daher bitte keine Pakate, es könnten sich ja Menschen für dieses Camp interessieren, die unter Umständen gerade mal wissen, was das Internet ist. Wenn die sich dann noch aus horizonterweiternden Gründen auf einem Barcamp aufhalten, wäre die Möglichkeit einer Mitsprache bei x-beliebigen Themen möglich.
ERGO: Drucke keine Plakate, nutze die Web 2.0-Technologien aus, um das Barcamp zu bewerben. So kannst eine Veranstaltung der Selbstbefruchtung 2.0 gewährleisten!
MEINE MEINUNG: Sollte ich nochmal ein Barcamp organisieren, werde ich trotzdem Plakate drucken.
Organisiere, sei aber kein Organisator sondern Teilnehmer
Diesen Ansatz mag ich generell, wenn man ungezwungene Veranstaltungen macht, was ein Barcamp definitiv sein soll. Jeder ist Teilnehmer und jeder darf, wenn er Lust dazu hat, Organisator sein, sprich moderieren, Session organisieren, etc. Diese Idee verfolgt man schließlich auch auf Grillparties, bei der jeder was zu Essen mitbringt und alle beim Abbau beteiligt sind, sowie: Jeder darf mal schwenken.
So die Theorie. Da ich auch im DFKI arbeite und somit irgendwie mit Gastgeber war, wollte man sich natürlich in der Hinsicht zurückhalten und die Teilnehmer agieren lassen. Es gab ein paar Einführungsworte von @ReinhardKarger, den Gastgeber, und die Bühne war frei. Jetzt durfte jeder mal schwenken. Wie zu erwarten war ging es zu wie auf einer Grillparty – keiner wollte erstmal so richtig schwenken sondern essen und quatschen. Auch ok, gute Gespräche habe ich zu genüge geführt, die Sessionplanung wurde dadurch etwas zäh.
Auch wenn ideologisch ein Barcamp offen in seiner hierarchischen Struktur ist, einer muss den Zepter in die Hand nehmen und erst dann wieder abgeben, wenn die Gruppe aufgewärmt ist. Da viele bei diesem Barcamp das erste mal dabei waren, habe ich einfach mal beobachtet, weil es wirklich interessant zu sehen war, wie sich aus dem Chaos eine Ordnung entwickelt. Und ohne arrogant klingen zu wollen: Mir war von vorne rein klar, dass trotz Web 2.0 – Gerede über “jeder ist alles” und das daraus zu erwartende Chaos, am Ende jemand da stehen muss und maßgeblich den Ton angibt. (Danke an @moeffju)
ERGO: Am Anfang schwenkt der Gastgeber/in, bis jemand fragt, ob er/sie denn mal ablösen soll, damit er/sie auch was essen kann.
MEINE MEINUNG: Dito!
Was ist ein Barcamp?
Dieser Text wirkt bestimmt auf den ein odere anderen entweder unverständlich, weil man nicht verstehen kann, dass man sich überhaupt damit beschäftigt, oder trivial. Ich hätte solch eine Blogeintrag auch niemals geschrieben, wenn ich nicht vor dem Saarcamp so viele Diskussionen über ein Barcamp geführt hätte und dadurch festellen musste, dass dieses angeblich so ungezwungene Veranstaltungsformat so sehr an Regeln gebunden ist, dass man am Ende sagen muss:
Ein Barcamp ist, da die Themen im Vorhinein nicht festgelegt werden sondern vor Ort basisdemokratisch entschieden und flexibel behandelt werden, ein neues Format einer “Workshopkonferenz”. Frontalbeiträge werden natürlich (als Diskussionsanheizer) gehalten. Interaktiv finden natürlich auch Workshops statt, doch dadurch wird ein Barcamp nicht zu einer Unkonferenz. Man argumentiert ein Barcamp wäre nicht so steif. Ein gutes Barcamp wird vor Ort zeitlich sehr straff organisiert. Das bedeutet auch, dass durch das Zeitkorsett eine feste Struktur zustande kommt, die so streng gehandhabt wird wie auf einer Konferenz. Das Gegenteil einer Konferenz ist ein Barcamp nicht!
ERGO: Ein Barcamp ist eine Zusammenkunft von Menschen, die zusammen über x-beliebige Themen diskutieren wollen und ist im Endeffekt vergleichbar mit einer Konferenz. Es unterscheidet sich insofern, als dass die Themen innerhalb eines Zeitfensters vor Ort diskutiert werden.
ICH MEINE: Macht euch kein Stress. Organsiert ein Barcamp, wie ihr es wollt. Freut auch über die Leute, die kommen, je mehr desto besser. Macht Werbung, über welche Kanäle auch immer und seit vorerst der Schwenker vor Ort.
Denn am Ende zählen doch nur zwei Dinge: Die guten Gespräche und neue Erkenntnisse!
Lebensweisheiten: Die Gartenarbeit und das Entwurzeln
By Clemens Weins
Es ist ein Busch, jahrelang war er damit beschäftigt majestätisch gen Himmel zu ragen und bodenständig sich in der Erde zu verankern. Er muss weg! Hier muss Platz für etwas Neues geschaffen werden. Seine Daseinsberechtigung an dieser Stelle in meiner Gegenwart war verwirkt. Ich bin alleine gekommen, um diesen alteingesessenen Busch von seinem Platz zu entfernen – Kollegen Pickel, Axt und Spaten sollen mir helfen. Es muss schnell gehen.
Die Krone ist bereits entfernt, von oben herab abgesägt! Nun blickt mich nur noch ein sturer Stumpf an. Schon beim ersten Spatenstich blubbert ein Gefühl von Männlichkeit in mein Bewusstsein. Genau drei Punkte werden mir klar, die mir helfen dem Unterfangen mehr Zündstoff für meine Entschlossenheit zu liefern:
SemVox – einfach sprechen!
By Clemens Weins
Semantische Spracherkennungsysteme machen Spaß. Am Stand B43 in der Halle 9 ist SemVox mein diesjähriger Favorit unter den Statups des DFKIs. Eine junge Truppe von 4 Leuten hat vor knapp 5 Jahren sich von dem Mutterschiff DFKI gelöst, um mit viel Semantik und Sprachtechnologie im Gepäck die Firma SemVox zu gründen. 2010 wird für sie ein interessantes Jahr – ganz bestimmt!

“Picasa” – gesagt getan! Ich mache ein Foto mit dem Handy, sage dieses Wort und die Software lädt es automatisch auf die gesagte Plattform hoch. Ich will eine Nachricht schreiben, nehme das Handy in die Hand, spreche im Messelärm hinein, ok etwas näher am Gerät als üblich, und ich sehe in einwandfrei geschriebenen Satz auf dem Display. Jetzt noch “senden” und ich schicke einen Text, gesprochen, an meinen Kollegen mit Fotoanhang!
“Zeige mir alle Bilder von Klaus” – alle Bilder, die ich mit Klaus getaggt habe werden angezeigt. Ich mache Fotos, geogetaggt: “Zeige mir alle Bidler aus Saarbrücken”, funktioniert.
SemVox hat eine einzigartige Lösung geschaffen. Ohne weitere Vorkenntnisse, ohne Standardisierungsprobleme, bin ich in der Lage Bilder, Videos und Musik zu taggen, die sofort vom Spracherkenner erkannt werden. Kein Trainieren, kein warten: Bild schießen, Name geben, Name sagen, Bild gefunden. Das alles mit meinem Handy. Gespeichert werden die Daten zentral, zu Hause, auf meinem eigenen Server (Stichwort: Cloud-Computing). Alles, was ich brauche ist UMTS.
So wird das zentrale und sprachgesteuerte Home-Entertainmentsystem zu einer echten Freude und macht die Applikation auf dem Smart-Phone schlank und schnell.
Man muss nicht lange überlegen, bis einem weitere Anwendungsideen dazu einfallen. Semvox hat meiner Meinung nach Zukunft und 2010 ist SemVox-Jahr.
Keine Bäderschließung in Saarbrücken – Bürgermeister knickt ein
By Clemens Weins
Aus der Saarbahn erfahren! Wie ich gerade erfahren habe hatte es @UlrichCommercon schon gewtittert:
Der Protest hatte es in sich. Am vergangenen Sonntag haben rund 250 Bürger vor dem Kombibad im Saarbrücker Stadtteil Brebach-Fechingen gegen die Schwimmbadschließung demonstriert. Wie bereits berichtet hatte die Stadtverwaltung, vorne weg OB Charlotte Britz und Bürgermeister Ralf Latz, Sparpläne vorgelegt, die die Schließung des Kombibades in Fechingen und des Freibades Dudweiler vorsehen.
Nun erfuhr ich ganz per Zufall, dass die Mehrheitsfraktionen im Saarbrücker Stadtrat von SPD und Grüne entschieden haben, dieser Idee nicht zuzustimmen. Die Bäder sollen doch nicht geschlossen werden.
Führung hat versagt – Basis zeigt sich stark!
Lobo Kommunikation: In die Buzz-Falle getappt
By Clemens Weins
Ich bin baff durch buzz. Ein schnell geschriebener Kommentar zwischen Tür und Angel in einem vermeintlich privaten Mailumfeld und klatsch, die 2.0 – Falle schlägt zu.
Nicht, dass mir im Vorhinein nicht klar war, welche Dimensionen buzz haben kann, nicht dass ich wusste, dass hinter jeder Ecke ein Lobo lauern kann, doch mal ehrlich, wer rechnet Nachts um 12 damit, wenn man gefühlt schon im Bett ist und nocheinmal die Mails checkt. Ich war naiv. Eine Situation, die jeden treffen kann, die aber bestimmt nicht so ausgehen muss:
Es geschah gestern um jene gesagte Zeit so gegen 23:45 Uhr, wo ich folgenden Buzz von Andreas Schepers lese:
Heute den Lobo zu machen heisst, auf Chrome umzustellen.
Grinsend hinterm Schirm, von oberflächlichen Scherzgedanken getrieben, verfasse ich dazu folgenden Text:
Ja, das stimmt, Chrome ist spitze – da wunderts mich, was das mit einem Lobo zu tun haben kann. Naja, Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an!
Dachte mir, mensch, da haste mal einen kleinen Lobo-Scherz gemacht, nichts aufregendes, wollte gerade zu Bett, da schießt Sascha Lobo doch glatt um die Ecke und beist sich daran fest:
Herr Weins, sind Sie auch einer von denen, die so herumplappern, was man gerade so sagt? Oder sind Sie in der Lage, ihre Meinung zu fundieren? Nur mal so nebenbei gefragt?
Viele würden hier vielleicht einfach antworten: “Komm runter Lobo, war ein später Gute-Nacht-Lobo-Scherz. Gute Nacht!”
Damit wäre alles gesagt und man würde einfach schlafen gehen.
Weins, altes Gerümpel, zum Glück, Sie sind noch da. Ich hatte schon befürchtet. Nehmen Sie es nicht persönlich? Was ist das für eine seltsame Aussage?
Nehmen Sie Ihre Worte zurück, weil ich da bin? Machen Sie Ihren Smiley, weil Sie Angst vor der Konfrontation haben? Wissen Sie überhaupt, was ich mache? Reden Sie von der Marke und meinen damit, dass Sie sich bisher nicht mit dem beschäftigt haben, was ich tue? Oder haben Sie substanzielle Kritik, Weins, trotz Ihrer jungen Jahre?
Wenn, dann würde ich die gern hören. Hier und jetzt.
Doch, ich lies mich darauf ein. Nahm das Seil in die Hand und lies mich aufs Glatteis führen, wo es dann sehr rutschig wurde und ich wirklich keine gute Figur machte.
Zugleich war ich von der Lobo-Kommunikation überrascht. Es wirkte teilweise wie ein Hahnenkampf, wo einfach die Frage aufkam, habe ich ihn wirklich damit verletzt, will er mich in die Schranken weisen? Nein, ich glaube es war ein kleines Mitternachts-spaß-kämpfchen. Eine kleine Partie Schach gegen einen Anfänger, was ok ist, denn ich hätte mich nicht darauf einlassen müssen.
Dennoch mag ich diese Weise des Spielens nicht. Schon zu Zeiten, als ich noch Leistungsport betrieb, war es mir zuwider gegen unsportlichere Personen, die mich reizten, anzutreten. Was soll das, fragte ich mich immer.
Sich vorführen lassen ist kein schönes Gefühl, doch bin ich um eine Erfahrung reicher! Danke für den Moment Herr Lobo!
Ab wann sollten Kinder eine E-Mailadresse haben
By Clemens Weins
Ich bin kein Vater, trotzdem interessiert es mich sehr wie Eltern ihren Kindern das Internet näher bringen. Es gibt da bestimmt tausende Methoden, doch bin ich durch einen Vater letztens auf diese These gestoßen: „Kinder sollte keine E-Mailadresse haben bis sie 12/13 sind“. Seine Argumente waren sehr einleuchtend. Die E-Mailadresse ist der Generalschlüssel zu allen Türen im Internet. Du brauchst nur eine E-Mailadresse und schon bist du geeicht, um dich im Internetraum zu verbreiten.
Müssen Kinder vor 12/13 Jahren überhaupt im Internet sein? Spielt diese Metawelt eigentlich eine entscheidende Rolle für Kinder oder zieht es sie eher in die reale Welt – anfassen, verletzten, krank werden, gesund werden, etc?
Was sagt ihr?
Schwimmbadschließungen – Politische Trickserien und die fatalen Folgen für die Gesellschaft
By Clemens Weins
Die Saarbrücker Zeitung berichtet seit ein paar Tagen rege über die Schließungen von Schwimmbädern im Saarbrücker Raum. Das Kombibad in Fechingen und das Freibad in Dudweiler stehen hoch im Kurs geschlossen zu werden.
Geld ist 2007 viel geflossen in das Dudweiler Freibad. Mit aufwendigen Restaurierungsarbeiten wurden die Schwimmbecken neu auf Hochglanz gebracht. Drei Jahre später droht das aus. Bürgermeister Ralf Latz (SPD) entschied sich zum großen Rundumschlag. Es muss gespart werden, Schwimmbäder müssen weichen.
Dabei hat die Schwimmbadgeschichte in Saarbrücken bereits Spuren hinterlassen: das Calypso-Schwimmbad, wie ein „Tischtennisplatz ohne Netz“, aus sportlicher Sicht, und wie „ein Fass ohne Boden“, aus wirtschaftlicher Sicht.
Als 2001 das alte Stadtbad in Saarbrücken geschlossen wurde, hieß es, aus Kostengründen. Die Jährlichen Ausgaben lagen im Bereich der 200.000 bis 300.000 Euro. Man baute mit öffentlichen Mitteln Hand das Calypso-Schwimmbad (ca. 30 Mio. DM).
Die Stadt hatte ihre Parkplätze an die Firma Q-Park verpachtet, das umgesetzte Geld nutzte sie zur Finanzierung des Konzeptes viel Beton, viel Pommes, wenig Wasser – das Calypso. 10 Jahre lang wurde nun dieses Schwimmbad mit öffentlichen Subventionen und einen privaten Betreiber betrieben. Die Zeit wird 2012 abgelaufen sein. Bis dahin kann sich die Stadt auf jährliche Mehrausgaben von rund 1 Mio. Euro im Jahr freuen.
Diese Entscheidung hatte damals die SPD-Stadtratsfraktion durchgeboxt gegen hohen Widerstand der Schwimmer, Experten und Opposition. Es wurden von kompetenten Architekten aus den Reihen der Schwimmvereine Pläne vorgelegt wie das alte Stadtbad zu restaurieren sei, doch das strahlende Grinsen des Investors verblendete anscheinend die Politik.
Nun stehen wir vor diesem Scherbenhaufen. Schwimmbäder mit einem guten Konzept für Bevölkerung und Schwimmvereine (kostengünstig für den Kunden und gut zu erreichen) wie das Kombinationsbad in Fechingen oder das neurestaurierte Dudweiler Freibad sollen geschlossen werden. Erste Immobilieninvestoren streiten sich schon über die bevorzugte Lage in Dudweiler.
Was hat das für gesellschaftliche Folgen?
Schwimmbäder sind Bestandteil des Alltagslebens, vor allem im Sommer. Sie sind ein Synonym für Naherholung auf eine kostengünstige Art und Weise. Ein Blick in die Freibäder im Sommer genügt, um zu sehen, wie rege diese Bäder genutzt werden. Nicht jeder kann sich ein Urlaub in der Toscana leisten, aber ein Eintritt ins Fechinger Freibad für knapp 2 Euro.
Vereine nutzen die Schwimmbäder wie der ATSV Saarbrücken, TV Fechingen, TV Bischmisheim und der DLRG. Die Vereinsdichte in Saarbrücken ist sehr hoch, auch Schulen sind auf die Schwimmbäder angewiesen. Ist die einzige Alternative Altenkessel überlegen sich viele Schulen, ob sie ein Schwimmkurs in den Schulen überhaupt noch anbieten können. Die Fahrtstrecke alleine nimmt zu viel Zeit in Anspruch. Wir leben nicht in Berlin, wo man direkt in jede Ecke kommt. Fallen Bäder in bestimmten Ecken weg wird es lebensgefährlich für die Kinder.
Es sind nicht die Schwimmbäder, die zu teuer sind, es sind die lobbyisteninfizierten Politiker, die zu teuer sind.
Diskussion Medienkompetenz
By Clemens Weins
Verfasste gerade einen Kommentar beim PR-Blogger als ich merkte, dass man daraus auch gleich einen Post machen kann
Die ersten stoßen Begriffe auf wie Internetkompetenz
Was soll das heißen? Der kompetente Umgang mit dem Internet? Kenne ich dann die Geschichte des Internets, weiß, was ein Browser ist und bin in der Lage einen Suchbegriff in einer Suchmaschine einzugeben, um danach souverän auf den richtigen Link zu klicken? Das geht am Thema vorbei und gehört in den Bereich der klassischen rezeptiven Medienkompetenz – die erlernte Differenzierung von wichtig und unwichtig sowie richtig und falsch.
Das World Wide Web ist vor allem in den letzten Jahren zu einem wirklichen Social Web erweitert worden und bietet durch Social Media die erstmalige Möglichkeit in einem nie dagewesenen Umfang miteinander zu kommunizieren, Daten auszutauschen und zu rezipieren – zur gleichen Zeit. Damit hat das verbreiten von Nachrichten eine Dynamik erreicht, die Politik und Wirtschaft gerade erst anfangen zu begreifen bzw. meinen zu begreifen.
Mit am eifrigsten nutzen die Jüngeren unserer Gesellschaft (http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/ ) das Internet und wissen daher schon in frühen Jahren (13/14 Jahre) wie die Tools des Webs zu interaktiv zu bedienen sind. Sie wissen wie Google zu bedienen ist, haben schon des Öfteren Wikipedia für die Hausaufgaben genutzt, sind auf Facebook oder anderen Netzwerken routiniert unterwegs und kommunizieren und tauschen Daten so selbstverständlich wie manche von uns damals die Poesiealben.
Man möchte meinen hier herrsche bereits früh eine gewisse Medienkompetenz. So denken manche und verfassen unwissend Headlines wie http://netzwertig.com/2009/11/26/fehlende-medienkompetenz-wie-aus-lehrern-schueler-werden/ “Fehlende Medienkompetenz: Wie aus Lehrern Schüler werden” und beginnen den ersten Satz wie folgt:
“Erstmalig in der Geschichte der Menschheit wird das klassische Muster der Wissensvermittlung auf den Kopf gestellt: Während Eltern, Lehrer und bisherige Meinungsführer in ihrer Rolle als Vermittler von Web-Wissen und digitaler Erfahrung versagen, übernehmen junge Menschen die Lehrerrolle.”
Solche Sätze sind polemisch und gefährlich, da man schnell dazu verleitet wird sich mit falschen Argumenten zu verrennen und letzten Endes am Thema vorbei diskutiert.
Ein Schüler mag verstehen wie einzelne Tools im Netz zu nutzen und zu finden sind
Er mag die Namen kennen, er mag wissen, was passiert, wenn er sein Smartphone auspackt, ein Foto macht und dieses über Facebook, manchmal auf Twitter, ins Web lädt. Doch er kennt die Dimensionen der kommunikativen Auswirkung nicht. Er kann sie weder abschätzen noch verstehen, weil er keine Kompetenz im Kommunizieren hat. Er kennt zwar Namen von Kommunikationsplattformen, er weiß aber nicht wirklich, was passiert, wenn er diese nutzt. Er hat keine Kompetenz, was die richtige Nutzung der Onlinekanäle als Produzent angeht. Es mangelt an Kommunikationskompetenz.
Analysiert man nun den Begriff der Kommunikationskompetenz so wird man feststellen, dass das Kommunizeren auf Twitter anders ist, als auf Facebook, anders als in Blogs, beim Kommentieren. Ein einfaches Beispiel: Freunde, Geschäftspartner, Lehrer – Wo sollte ich diese Phrase tunichts vermeiden: “Ey alda, was geht?”
Es geht nicht nur um Mediekompetenz, die meines Erachtens trivial ist und einfach zu erlernen. Es geht um Kommunikations- und Kanalkompetenz. Es geht schließlich um Web 2.0!
Was meint ihr?
Politik 2.0: Ein Gespräch mit Ulrich Commercon
By Clemens Weins
Die politische Vermittlung wird sich in Zukunft verstärkt auf das Internet konzentrieren. Einmal, weil die Medien Fernsehen, Radio und Print zusammenwachsen werden und zum anderen, da die direkte Kommunikation mit dem Wähler noch nie so einfach zu organisieren war wie durch Social Media.
Ulrich Commercon ist Landtagsabgeordneter der SPD und der bekannteste saarländische Polittwitterer. Ich durfte mich mit ihm bei einem Kaffe in seinem Büro treffen und über Politik im Netz reden, sowie seiner eigenen persönlichen Einstellung zur Politikvermittlung im Internet.
Kurz zum Werdegang:
Am Anfang stolpern wir ein wenig über die Phänomene Twitter und Facebook und unterhalten uns dann über die politische Vermittlung im Netz.
Meine Wenigkeit ist fett gedruckt!
Open Politics: Die Realität und weitere Fragestellungen
By Clemens Weins
Meinen letzten Post über die Politischen Denkwege 2.0 beendete ich mit einer Frage: Wie kann solch ein Netzwerk aussehen? Also das Umsetzen von offenerer Politik durch die Mittel des Web 2.0s. Seit längerer Zeit mache ich mir über diese Frage Gedanken. Meine Gedanken rund um dieses Thema wie erfolgreiche Politik 2.0* in unserer heutigen Zeit aussehen kann setzen sich aus vielen Teilaspekten zusammen. Dabei dreht es sich nicht nur um das Internet, doch spielt es meiner Meinung nach eine entscheidende Rolle, um effizienter und erfolgreicher Dialoge zu führen und Menschen für seine Ideen zu begeistern und zu mobilisieren, um diese weiter zu tragen.



May 17th, 2010